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Markus Ambach

geb. 1963 in Darmstadt
Studium an der Hochschule für Gestaltung Offenbach a.M. und der Kunstakademie Düsseldorf
Lehraufträge an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart und der Universität der Künste Berlin
2006/07 Gastprofessur an der Hochschule für Gestaltung Offenbach a.M.
lebt in Düsseldorf

Markus Ambach Projekte (MAP) begreift sich als unabhängige, künstlergenerierte Projektplattform mit weit gefächertem Interessensfeld bei zwei Schwerpunkten: Einerseits interessiert es sich für die Diskurse, Produktionen und Debatten im Umfeld von Kunst und öffentlichen Stadträumen, die sich in Projekten im öffentlichen Raum, aber auch in Kooperationen mit Museen, Kunsthallen, Kunstvereinen, Städten und Stadtentwicklungsträgern manifestieren. Andererseits liegt eine spezifische Fokussierung auf der Arbeit über Repräsentationen von Natur im städtischen Kontext. Projektentwicklungen in öffentlichem Grün wie Gärten, Parks und zoologischen Anlagen, aber auch thematische Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen stehen hier im Zentrum.
Stadträumliche Fragen verknüpfen bei MAP theoretische Ansätze mit faktischen Arbeitsweisen, um künstlerische Manifestationen direkt und politisch wirksam in den öffentlichen Stadtraum einzuschreiben. Die Projekte generieren sich kontextbezogen an spezifischen Orten im direkten Dialog von Künstlern, Theoretikern, Architekten, Planern, Wissenschaftlern, den Protagonisten vor Ort und anderen Teilen der Gesellschaft.

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Jörg Bach

geb. 1964 in Wolgast
Studium an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
lebt in Mühlheim / Donau

Jörg Bachs großformatige Stahlskulpturen im Öffentlichen Raum zeichnen sich durch visuelle Bewegung und Dynamik aus und stehen damit in Kontrast zu ihrem harten und statischen Material wie zur Linearität der sie umgebenden Architektur und Technik; gleichzeitig fügen sie sich als autonome Gebilde in die Naturlandschaft ein, indem sie sich wie Pflanzen in sich zurückzuziehen und sich gleichzeitig zu entfalten, also mit uns und ihrer Umwelt zu interagieren scheinen. Sie stellen damit ästhetische Fixpunkte in Landschaft bzw. urbaner Umgebung dar, die nichts repräsentieren außer sich selbst, und uns gerade deshalb dazu animieren, innezuhalten und dem freien Spiel ihrer Formen sowie ihren sich permanent wandelnden Oberflächenstrukturen zu folgen.

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Otto Beutter

geb. 1968 in Balingen
Studium der Innenarchitektur in München und der Architektur und Stadtplanung an der Universität der Künste Berlin
Büros in Geislingen und Berlin

Das Formenvokabular des Architekten, Designers und Klanginstallationskünstlers Otto Beutter beschränkt sich im Gegensatz zu anderen skulptural arbeitenden Architekten wie Gehry oder Hadid auf wenige geometrische Grundformen und Materialien wie Beton, Holz und Glas. Der skulpturale Charakter seiner Bauten und Entwürfe ergibt sich dementsprechend nicht aus einem Überfluss an Formen, Farben und Materialanmutungen, sondern aus einem blockhaft-monolitischen Erscheinungsbild, das durch Variationen und Ortsbezug dennoch immer wieder neue Oberflächen, Innenräume und Ausblicke hervorbringt.
Beutters Möbeldesign ist ebenso konsequent auf das Wesentliche des Gebrauchsgegenstands konzentriert wie seine Architektur. Aus den Drucken seiner Entwürfe entstehen demnach Bilder, aus den fertigen Möbeln Objekte, die ebenso in einer Ausstellung als skulpturale Gebilde wie in einem Raum als gebrauchsfertige Einrichtungsgegenstände stehen können.
Noch einen Schritt weiter gehen Beutters Klanginstallationen im öffentlichen Kirchenraum. Die jüngste Installation „perpendiculum II“ nimmt dabei in doppelter Hinsicht auf den vorhandenen Sakralraum Bezug: zum einen plastisch, durch drei im Raum schwingende Pendel, zum anderen akustisch, indem die Pendel zugleich als Lautsprecher fungieren, die das zuvor aufgezeichnete Läuten von Kirchenglocken im Raumverteilen.

Website / Bildserie / Digitaler Katalog
Publication

Santiago Calatrava

geb. 1951 in Valencia
Studium der Architektur in Valencia und Promotion an der ETH Zürich
Büros in Paris, Valencia und Zürich

Dank seiner ingenieurtechnischen Kenntnisse spezialisierte sich Calatrava auf die Konstruktion von Brücken. In der Kombination seines Ingenieurwissens mit einem funktionalen, organisch-futuristischen Designansatz projektiert Calatrava immer wieder technisch spektakuläre Bauwerke. Die meisten seiner Bauten fallen durch die skulpturale Wirkung ihres Tragwerks auf. Oftmals werden Parallelen zu natürlichen Strukturen von Blattwerk, Skeletten oder Flügeln gezogen. Die elegante Formensprache, die sich durch seine Arbeit zieht, macht seine Werke sofort wiedererkennbar.
Die von Calatrava gestalteten Möbel bilden ein Pendant zu seiner architektonischen Arbeit, indem sie deren Gestaltungsprinzipien wie geschwungene, schwerelos und ausbalanciert wirkende Formen aufgreifen und so einen adäquaten innenarchitektonischen Gegenpol zur Architektur schaffen, den der Perfektionist nicht dem Zufall und der Beliebigkeit überlassen will.

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Coop Himmelb(l)au

Büros in Wien und Los Angeles

Die Architektur von Coop Himmelb(l)au wird dem Dekonstruktivismus zugeschrieben. Dekonstruktivisten opponieren gegen die Konstruktivisten, für die die funktionelle Bauweise und Materialnutzung im Vordergrund steht, und lösen absichtlich alle Bestandteile und Materialien von ihrem traditionellen Zusammenhang. In den 1960er-Jahren mit pneumatischen Kugeln und interaktiven Installationen beginnend, schuf die zunächst aus den Architekten Wolf D. Prix, Helmut Swiczinsky und Michael Holzer bestehende Gruppe nach der Leitlinie Architektur muss brennen schroffe Eingriffe in den urbanen Kontext. Ihre Gebäude ähneln überdimensionierten Schallkörpern mit tanzenden Silhouetten und kollabierenden Linien voller Dynamik und Widerhall.
Für Vitra entwarfen Wolf D. Prix und Helmut Swiczinsky 1989 den Sessel Vodöl; der aufgelöste Rahmen und die schrägen Formen der Polster bieten eine dekonstruktivistische Neugestaltung des 1928 von Le Corbusier, Charlotte Perriand und Jean Jeanneret entworfenen Sessels Grand Confort.

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Ludwig Dinnendahl

geb. 1941 in Dingden
Studium an der Hochschule für Bildende Künste Frankfurt a.M. und der Staatlichen Kunst- und Werkschule Pforzheim
1974-76 Lehrauftrag an der Fachhochschule für Design Münster
Mitglied im Deutschen Künstlerbund
lebt in Berlin

Kennzeichnend für das Werk des Bildhauers Ludwig Dinnendahl ist sein differenzierter Umgang mit Raum, Form und Material, mit dem auf unterschiedlichste Art und Weise Grundbedingungen menschlichen Seins in der Welt jenseits funktioneller Sachzwänge zur Debatte gestellt werden: als plastische Modulation des flutenden Leerraumes oder als nüchtern-klar umbautes Innenvolumen. In der Interaktion zwischen dem Material, seinen Gesetzlichkeiten und dem auf Konstruktion beruhenden Arbeitsprozess einerseits und dem Hervorrufen von Assoziationen sowie der Aktivierung des Betrachters mit ästhetischen Mitteln andererseits liegt für Dinnendahl der Anreiz der bildhauerischen Bearbeitung.
Die Eigenheit seines künstlerischen Schaffens liegt darin begründet, aus einem Reservoir von Elementarformen organische Ganzheiten zu bilden, die als ausgewogene, bewegte, bildhauerische Konstruktionen die Schwere des Materials, seine Härte und Festigkeit unterlaufen. Die Arbeiten verdeutlichen den Dialog zwischen abstrakter Konstruktion und konkreter Bezugnahme im Werk selbst. Zum einen handelt es sich um abstrakt anmutende Plastiken, die ihren Formenkanon im Zeichen skulpturaler Eigengesetzlichkeit und Schönheit aus Bewegung, Raumkonstruktion und einem Proportionssystem heraus entwickeln; zum anderen reflektieren und assoziieren die konstruktiv-architekturalen Elemente Entstehungsprozesse von Natur und Landschaft.
Jáchym Fleig

geb. 1970 in Villingen-Schwenningen
Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der Hochschule für Bildende Künste Dresden
Meisterschüler bei Prof. Eberhard Bosslet
2002 Centro Tedesco di Studi Veneziani, Forschungsstipendium
2007-2009 Wilhelm Lehmbruck Stipendium der Stadt Duisburg
2009 Stipendium Künstlerhaus Schloß Balmoral, Bad Ems
2
013 SCULPTURE SPACE, New York
lebt in Schönberg


Im Werk des Bildhauers Jáchym Fleig zeigt sich die Kunst von ihrer besitzergreifenden und unheimlichen Seite. Manche seiner skulpturalen Installationen erwecken die Vorstellung einer Besiedelung des Raumes durch riesenhafte Insekten. Die scheinbare Naturnähe (Wespennester und andere Tierbauten) folgt aber dem strategischen Kalkül künstlerischer Setzung. Natur kann wie Kunst aussehen, wie auch umgekehrt. Mit Naturalismus hat das wiederum wenig zu tun. Die abstrakt-formalen Qualitäten der plastischen Gebilde erfüllen sich in der Verbindung mit Vorhandenem - Raum oder Ding. Fleigs Interventionen wirken schlüssig, als hätte das befallene Gebäude oder Objekt (der „Wirt“) selbst das wuchernde wesenhafte Geschehen ausgebrütet. Auf diese Weise, lustvoll-einnehmend und mit ernstem Humor, besetzen Jáchym Fleigs Installationen die Wirklichkeit.

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Hannes Forster

geb. 1955 in Tuttlingen
Studium an der Hochschule der Künste Berlin
Kunstpreis junger westen, Recklinghausen
lebt in Jamlitz

Die Arbeiten von Hannes Forster beschäftigen sich mit Phänomenen von Architekturen. Sie beziehen sich auf diese und sind nur in Verbindung mit der jeweiligen Architektur sinnvoll. So steht eine Arbeit immer im Kontext mit vorher Gebautem: entweder in geschichtlicher Form (Serie der Arbeiten zur Zeit), mit direkt räumlichem Bezug bzw. in Verbindung zur Architektur oder als Gegenstück zum Gebauten wie zum Beispiel als Konterkarierung von so genannten architektonischen Restflächen. Wie die Inhalte so sind dabei auch die Materialien eigentliche Baustoffe. Sie reichen von losem Sand über gemauerte Steine bis zu Klebe-Pseudo-Plastikklinkern und werden immer für die Situation passend ausgesucht. Die auf diese Weise entstehenden Arbeiten sind also keine solitären Werke, sondern bilden stets eine Einheit mit dem zu bespielenden Ort.

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Norman Foster

geb. 1935 in Reddish / England
Studium an der Universität Manchester und der Yale School of Art and Architecture
1999 Pritzker-Preis
2009 Prinz-von-Asturien-Preis
Büros in London, New York, Madrid, Moskau, Abu Dhabi und Hong Kong

Sir Norman Foster gehört zur den so genannten High Tech-Architekten: neue Technologien und Materialien stehen im Mittelpunkt seines Schaffens, was nicht bedeutet, dass die äußere Erscheinung für ihn unwichtig und nebensächlich ist. Durch eine genaue Analyse eines jeden Baugeländes, der dieses umgebenden Architektur und durch die Berücksichtigung der Wünsche seiner Auftraggeber, über die Foster oft hinausgeht, entsteht die äußere Form. Sie ist von Gebäude zu Gebäude sehr unterschiedlich, so dass man kaum von einem spezifischen Foster-Stil sprechen kann. Die Gebäude haben aber viele Dinge in ihrem Inneren gemeinsam. So legt Foster Wert auf Detailgenauigkeit. Wichtig sind ihm auch die Lichtverhältnisse in einem Bau, Versorgungsleitungen legt er möglichst konzentriert, um die Flexibilität (spätere Umzüge und Umbauten) eines Gebäudes zu erhalten. Ebenso wichtig sind ihm soziale Faktoren, ökologische Konzepte und Kosteneffizienz.
Neben kleineren Gebrauchsgegenständen wie Briefablage oder Papierkorb entwarf Forster auch eine 41 Meter lange Aluminium-Yacht namens „Signature“, bei der die kühnen Schwünge zwischen Bug und Heck keine reine Designangelegenheit sind, sondern ein Spiel mit Licht, Schatten und Aussicht ermöglichen. So viel Licht wie möglich ins Gebäudeinnere zu leiten, ist auch einer der Grundgedanken in Fosters Architekturfabrik. Auf die Seefahrt übertragen, wo Licht durch die verschiedenen Reflexionswinkel der bewegten Wasseroberfläche eher im Übermaß vorhanden ist, hieß die Maxime, den Lichteinfall intelligent zu steuern. Mit jalousienartigen Lamellen aus Metall, die über weite Flächen der Schiffsseiten geführt werden, gelingt das, ohne dass die Aussicht darunter leidet. Fast von jedem Punkt des rundum verglasten Decksalons aus hat man einen 180-Grad-Panoramablick aufs Wasser.

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Helga Franz

geb. 1961 in Bamberg
Studium an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg
Postgraduierung am Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) / USA
Studium Digitale Medien / Architekturvisualisierung an der Akademie für Digitale Medien Berlin
1987-88 U.N.A.M. Universidad Nacional Autónoma de Mexico, Mexico-City
Mitglied im Deutschen Künstlerbund
lebt in Berlin

Die Arbeiten von Helga Franz zeichnen sich durch die grundlegende Immanenz zwischen Kunst, naturwissenschaftlichen Disziplinen und Ökologie aus. Zu realisierten Ausstellungen und Projekten zählen neben freien Arbeiten Kooperationen mit Berliner Kulturämtern, dem Umweltamt sowie zahlreiche eingeladene Wettbewerbe für Kunst im öffentlichen Raum. Projekte mit übergreifenden Thematiken zwischen Kunst, Ökologie und Utopie führt sie auf verschiedenen Kontinenten wie Mittel- und Südamerika, Japan, Namibia, Java und Neuseeland durch.

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